Hohe Allergenbelastung: 2018 - das Mastjahr der Birke

Birkenblueten

Eine Besonderheit der Birke ist, dass sie alle zwei Jahre, in den sogenannten Mastjahren, besonders viele Pollen freisetzt. Dann werden bis zur vierfachen Birkenpollenmenge im Vergleich zu normalen Jahren in der Luft gemessen. Birkenpollen sind die bedeutendsten Baumpollenallergene, sie gehören zu Hauptauslösern des Heuschnupfens und des allergischen Asthmas.

Gegen das Hauptallergen Bet v 1, ein sogenanntes Pflanzen-Abwehr-Protein, weisen rund 90 % aller Birkenpollenallergiker Antikörper auf. Ein weiteres wichtiges Allergen ist Bet v 2, ein sogenanntes Profilin, auf das etwa 20 % der Birkenpollenallergiker reagieren.

Co-saisonaler Therapiestart: SIT-Beginn ist jederzeit möglich!

Ab einer Temperatur von 15 °C kann mit einem außergewöhnlich starken Birkenpollenflug gerechnet werden. Wer unter Schnupfen, Niesen, Husten leidet, muss nicht erkältet sein. Bei Atemwegsbeschwerden im Frühjahr sollte immer die Möglichkeit einer Allergie berücksichtigt werden. Pollenallergiker leiden während eines Mastjahres noch stärker als sonst. Die massive Pollenbelastung verursacht besonders ausgeprägte Allergiesymptome, wie Heuschnupfen, Augenentzündungen und sogar Asthmaanfälle, die in diesem Jahr auch weniger empfindliche Menschen spüren werden. Die einzige ursächlich wirkende Therapiemöglichkeit ist eine spezifische Immuntherapie (SIT). Während früher nur nach Ende der Pollensaison, also im Herbst und Winter, damit begonnen werden konnte, ist ein Therapiestart mit modernen Präparaten zur Hyposensibilisierung jetzt das ganze Jahr über möglich. Also auch im April, Mai, Juni - genau dann, wenn Pollenallergiker am meisten leiden. Schon nach sechs Wochen kann es zu einer Besserung der Symptome kommen, insgesamt sollte die Therapie über drei Jahre durchgeführt werden.

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